LED-Tubes

Bei der Auswahl des richtigen LED-Produktes gilt es folgendes zu beachten

Die früheren T8 Leuchtstoff-Röhren wurden grundsätzlich aus einem Glasrohr hergestellt. LED-Tubes sind üblicherweise hauptsächlich aus einem Kunststoff-Rohrmantel und einem Strang-gezogenen Längs-Al-Kühlkörper aufgebaut. Das Betriebsgerät ist integriert, die G13 Stiftsockel befinden sich bekanntermaßen an den beiden Enden des Leuchtmittels.

© innoLED - Leuchtstoffröhre
Glas-Tube
© innoLED - LED-Tube
LED-Tube VDE

Vorteil

Ein unbestreitbarer Vorteil liegt natürlich im Gewicht und der geringen Zerbrechlichkeit des Gehäusemantels. Gerade deswegen sind sie in der Nahrungsmittelindustrie optimal einsetzbar, weil es bei mechanischer Zerstörung der Kunststoff-Röhre keine Splitter geben wird.

Nachteil

Ein Nachteil besteht allerdings darin, dass der Längenausdehnungskoeffizient bei den vor genannten Materialien stark differiert. So dehnt sich ein Glasrohr* selbst bei stärkerer Erwärmung um nur wenige 10-tel Millimeter aus, das Kunststoffrohr** (PP / Polypropylen) allerdings um ca. das 20-fache des Glasrohres, was dann ohne Weiteres schon im 2 mm Bereich liegen kann.

Deswegen sind die Kunststoffschutzhüllen bei hochwertigen und nach den letzt-gültigen VDE-Vorschrift geprüften Vorgaben immer lose auf der Basis (Al-Kühlkörper) verschiebbar, also ca. 2 – 3 mm kürzer als die Basis. Bei passgenauem Sitz würde das Kunststoffrohr die (G13) Sockelkapsel absprengen und einen vorzeitigen mechanischen und gegebenenfalls auch einen elektrischen Ausfall provozieren. Trennen Sie die „Spreu vom Weizen“ und setzen Sie nur VDE-geprüfte Qualitätsware ein. Hierzu beraten wir Sie gern.

* thermischer Längenausdehnungskoeffizient von Kalk-Natron-Glas beträgt 9•10−6/K.
** thermischer Längenausdehnungskoeffizient von z. B. Polypropylen (PP) beträgt 18•10−5/K.

Willy Reisen, Mitglied VDE - von der IHK "Mittlerer Niederrhein" öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für LED-Lichttechnik.